Kinderrecht des Monats – Mai

Artikel 2 – DAS RECHT AUF GLEICHHEIT

Alle Kinder haben die gleichen Rechte, egal wer sie sind, wo sie leben, woher sie kommen, welche Hautfarbe sie haben, was ihre Eltern machen, welche Sprache sie sprechen, welche Religion sie haben, ob sie Junge oder Mädchen sind, in welcher Kultur sie leben, ob sie eine Behinderung haben, ob sie reich oder arm sind. Keinem Kind darf irgendeines der beschlossenen Rechte weggenommen werden.

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Dortmund im Mittelalter

Unsere vierte Klasse war in der letzten Woche ordentlich auf Tournee. Am Dienstag wandelten die Kinder auf den mittelalterlichen Spuren von Dortmund und besuchten das Kindermuseum im Adlerturm. In der Ausstellung erfährt man viele interessante Dinge über das Leben innerhalb der Stadtmauern, über die Ausgrabungsarbeiten im Zuge der Turmrekonstruktion und kann selbst in die Rolle eines Ritters oder einer Dame schlüpfen.

Ein wenig gruselig ist das ausgestellte Skelett eines jungen Mannes, der bei den Ausgrabungen am Turm gefunden wurde und auch die Geschichte der Agnes von Vierbecke, die mit ihren Mitverschwörern im Oktober 1378 verbrannt wurde, weil sie einen Verrat an der Stadt geplant hatte. Dietrich I. von der Mark wollte sich die Reichsstadt untertan machen und fand in Agnes, einer reichen und angesehenen Witwe, seine Verbündete. Sie fuhr mit ihrem Sohn auf einem holzbeladenen Wagen zum südlich gelegenen Wißstraßentor. Mit diesem Wagen wollten sie das Fallgitter blockieren. Ein zweiter, mit Heu beladener Wagen, in dem sich Kämpfer versteckt hielten, folgte ihnen dichtauf. Agnes, eine Frau mit guten Kontakten zu den Stadtoberen, lud den Wachposten zu einer Schale Pfefferpotthast ein. Die sollte er sich beim Händler kaufen gehen, und dann sollte das Schicksal seinen Lauf nehmen. Doch es kam anders! Der Verrat flog auf, Agnes und ihre Spießgesellen musste mit ihrem Leben dafür bezahlen, und im Andenken daran wird noch heute das Pfefferpotthastfest auf dem alten Markt gefeiert.

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DSW21 „BusSchule on tour“

Traditionell nehmen die Schüler*innen der vierten Klasse am Bustraining von DSW21 teil. Diese Veranstaltung ist besonders wichtig, da der Schulweg nach den Sommerferien für nahezu alle Kinder länger wird. Neben den Linienbussen kommen für manche auch die U-Bahn-Linien hinzu. Im DSW21-Bustraining werden daher Themen wie Fahrplanorientierung, sicheres Sitzen, Stehen und Festhalten im Bus, Bremssituationen, sicherer Ein- und Ausstieg sowie die richtige Kleidung für die dunkle Jahreszeit behandelt. „BusSchule on tour“ ist somit ein umfassendes, praxisorientiertes Verhaltens- und Sicherheitstraining für den richtigen Umgang mit Bus und Bahn.

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Ohne Wasser geht gar nichts!

Wasser als unsere wichtigste Ressource lernten die Kinder der ersten Klasse in dieser Woche bei ihrem Besuch im Kindermuseum Mondo Mio im Westfalenpark kennen. Trinkwasser, für uns jederzeit und bequem zugänglich, ist in anderen Ländern der Welt nicht selbstverständlich. Manchmal muss sauberes Wasser über weite Entfernungen transportiert werden, wenn es in den einzelnen Haushalten oder sogar in der Gemeinde, dem Dorf, keine Quellen oder Brunnen gibt. Häufig gehört diese Arbeit auch zu den Aufgaben der Kinder, denn Wasser wird natürlich nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen, Waschen, Putzen, eventuell auch für Tiere und Gemüsegärten benötigt. Selbst bei sparsamem Umgang braucht eine Familie somit mehrere Eimer Wasser pro Tag.

Die Schüler*innen schlüpften, auf Wunsch mit Rock und Poncho bekleidet, in die Rollen von Siboniwe aus Südafrika und Julio aus Bolivien. Während Julio als Junge zur Schule gehen darf, muss Siboniwe als Mädchen bei der Hausarbeit helfen und jeden Tag zum Brunnen gehen, um Wasser zu holen. Der schwierige Balanceakt, einen Wassereimer auf dem Kopf zu transportieren, konnte vor Ort ausprobiert werden. Statt Wasser wurde aus praktischen Gründen ein Gewicht von 1 kg in den jeweiligen Eimer gelegt – wesentlich weniger, als die Kinder in der Realität transportieren müssen. In Ländern mit Wasserknappheit sind Brunnen und Pumpen von besonderer Bedeutung. Die Mechanik einer solchen Pumpe konnten die Kinder direkt testen.

Mit spielerischem Ansatz vermittelt das Mondo Mio ein tieferes Verständnis für die weltweite Bedeutung des Lebenselixiers Wasser.

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Grüne Schule: Die Frühblüher

Die Klasse 4 besuchte am Freitag die Grüne Schule im Rombergpark, um sich zum Thema Frühblüher fit zu machen. Das Café Orchidee an den Pflanzenschauhäusern diente wie immer als Treffpunkt. Dort konnte sich die Klasse kurz mit dem mitgebrachten Proviant stärken, bis sie von Herrn Kelt in Empfang genommen wurde. Schnell wurden einige Regeln zum Verhalten im Park geklärt, und schon ging es los: Augen auf! Wo sind die ersten bekannten Frühblüher? In den Rabatten rund um die Café-Terrasse wetteiferten Tulpen in verschiedensten Farben um Aufmerksamkeit. Schneeglöckchen und Krokusse konnten die Schüler*innen auch ohne vorhandene Exemplare aufzählen, Osterglocken gehörten ebenfalls noch zu den bekannten Sorten. Danach jedoch bewegte sich die Gruppe in unbekanntem Terrain.

Herr Kelt zeigte hierhin und dorthin, erklärte, baute Eselsbrücken zu Namen und hielt spannende Geschichten zu einzelnen Pflanzen bereit. Auf dem Weg zum Standort des Schulbiologischen Zentrums gab es neben den bekannten Pflanzen auch Schlüsselblumen, Märzenbecher, Scharbockskraut und Hasenglöckchen zu bestimmen und – als große Ausnahme – zu pflücken.

Im Klassenzimmer gab es zu allen Frühblühern Fotos und Namensschilder. Diese sollten nun mithilfe des bereits erworbenen Wissens den gepflückten oder bereits vorhandenen Pflanzen zugeordnet werden. Außerdem galt es, die Pflanzen in die Kategorien Zwiebel, Knolle oder Erdspross einzuordnen. Vorab hatte die Klasse gelernt, dass die meisten Frühblüher unter Bäumen wachsen und daher die unbelaubte Phase im zeitigen Frühling nutzen, um ausreichend Sonne aufnehmen zu können. Ihre unterirdischen Speicherorgane helfen ihnen, in dieser kurzen Zeit außergewöhnlich schnell zu wachsen und genügend Energie zu sammeln, um den Prozess im Folgejahr erneut anzustoßen. Frühblüher sind zudem wichtige erste Nahrungsquellen für Insekten.

Danach gestalteten die Kinder ihr eigenes kleines Frühblüher-Büchlein: Name, Speicherorgan und Blütenfarbe wurden eingetragen und kreativ ausgemalt. Wer schneller fertig war, konnte sich an verschiedenen Rätseln zum Thema versuchen.

Zum Abschluss stand noch eine Rallye im Park an. In kleinen Gruppen machten sich die Kinder mit Klemmbrett und Liste auf die Suche nach nummerierten Schildern. Gefragt waren Teamarbeit und genaues Hinschauen: Zahl, Pflanzenname und Blütenfarbe mussten korrekt notiert werden. Als Extra-Aufgabe galt es herauszufinden, welche Pflanze inzwischen schon verblüht war. Herr Kelt lobte am Ende besonders die gute Zusammenarbeit und die vielen richtigen Ergebnisse.

Sollten Sie, liebe Eltern, einmal durch nicht abzusehende, unglückliche Umstände in die missliche Lage geraten, sich mit der alten Seefahrerkrankheit Skorbut konfrontiert zu sehen, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Kinder – sie werden das passende Kraut finden und Ihnen den Verlust Ihrer Zähne ersparen.

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