Unsere Schachmeisterin

Antonia aus der 4. Klasse hat erneut eine sehr gute Platzierung im Schach zu verbuchen. Wir gratulieren! Dieser Erfolg wirft Fragen auf, die sie uns in dem nachfolgenden Interview beantwortet.

Liebe Antonia, was für ein Turnier hast du besucht und wo hat es stattgefunden? Das war die Stadtmeisterschaft der Grundschulen, und das hat im Vereinsheim Brackel stattgefunden.

Welchen Platz hast du erspielt? Platz zehn von zwanzig und ich war das Beste von fünf Mädchen. Die waren aber nicht von unserer Schule, sondern von anderen Schulen.

Wie hast du überhaupt zum Schachspielen gefunden und was war deine erste offizielle Partie? Also, zum Schach gekommen bin ich durch meinen Vater. Der hat Schach gespielt und da habe ich ihm zugeguckt und dann hat er es mir erklärt und dann habe ich da irgendwie etwas für empfunden. Und als meine Schwester in der ersten Klasse war, ist sie in die Schach-AG gegangen und dann wollte ich da auch hin, weil ich früher immer alles machen wollte, was meine Schwester gemacht hat. In der zweiten Klasse durfte ich dann in die Schach-AG – da war ich noch nicht so profihaft, da habe ich mal Spiele verloren und mal Spiele gewonnen. Dann war ich auf dem zweiten Platz und habe das Finale gegen Juno verspielt, danach habe ich von vier Spielen drei gewonnen und so bin ich dann zu meiner Karriere gekommen. Das erste richtige gewonnene Turnier, außerhalb der Schule, war das Weihnachtsturnier, glaube ich.

Was macht dir am Schachspielen am meisten Spaß – ist es das Nachdenken, das Gewinnen oder die Taktik? Am meisten Spaß macht mir, die Züge herauszufinden, und herauszufinden, was mein Gegner getan hat und dann darüber nachzudenken, was mein nächster Zug ist. Ich glaube, dass Taktik und Nachdenken das sind, was ich am Schach mag – Gewinnen ist natürlich auch schön! Selbst wenn ich mal verliere, aber die besten Züge gefunden habe, bin ich manchmal trotzdem stolz auf mich.

Schach erfordert viel Konzentration. Wie oft trainierst du in der Woche und wie sieht so ein Training bei dir aus? Also, am Dienstag bin ich ja hier in der Schach-AG. Das ist aber kein richtiges Training für mich, weil die Kinder, die hier spielen nicht wirklich auf meinem Niveau sind. Am Mittwoch gehe ich in den Schachverein und da spiele ich auch gegen Stärkere. Und da läuft das Training so ab: Wenn ein paar Spieler gekommen sind, macht man ein Miniturnier. Und dann bekommt man eine Wertungsziffer, da kann man dann gegen Kinder spielen, die ungefähr so gut sind wie man selbst, damit man angemessene Gegner hat.

Bist du vor einem großen Turnier noch aufgeregt und hast du ein bestimmtes Ritual, das dir gegen die Nervosität hilft? Ja, vor großen Turnieren bin ich meistens sehr aufgeregt, weil ich eben immer versuche, es zu erreichen. Und ich habe eigentlich kein Ritual, das ich davor durchziehe.

Wenn du eine Schachfigur sein könntest, welche wäre es und warum gerade diese? Ich glaube, ich wäre gerne der Springer, weil Springer meine Lieblings-Schachfiguren sind. Ich finde das Besondere an Springern ist, dass sie Züge können, die sonst niemand kann.

Welchen großen Erfolg oder Titel möchtest du als Nächstes am Schachbrett erreichen?
Also, ich komme ja aufs Gymnasium und da wäre es mein Ziel, unter die ersten Drei zu kommen. Denn da sind ja ganz andere und die sind ja auch besser und da wäre mein nächstes Ziel auch, zu den Besten zu gehören.

Was würdest du anderen Kindern an unserer Schule sagen, die auch gerne mit Schach anfangen möchten? Ich versuche, wenn ich andere Kinder frage, ob sie gegen mich Schach spielen wollen, und sie sagen „Ich kann’s nicht!“, es ihnen zu erklären. Und wenn sie es dann einigermaßen verstanden haben, frage ich sie, ob sie nicht in die Schach-AG wollen, weil man da die Grundlagen lernt. Und wenn ich jemanden weiß, der gut ist, dann frage ich ihn: „Hast du schon mal überlegt, in die Schach-AG zu gehen?“

Vielen Dank für dieses Interview!

 

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