Die Klasse 4 besuchte am Freitag die Grüne Schule im Rombergpark, um sich zum Thema Frühblüher fit zu machen. Das Café Orchidee an den Pflanzenschauhäusern diente wie immer als Treffpunkt. Dort konnte sich die Klasse kurz mit dem mitgebrachten Proviant stärken, bis sie von Herrn Kelt in Empfang genommen wurde. Schnell wurden einige Regeln zum Verhalten im Park geklärt, und schon ging es los: Augen auf! Wo sind die ersten bekannten Frühblüher? In den Rabatten rund um die Café-Terrasse wetteiferten Tulpen in verschiedensten Farben um Aufmerksamkeit. Schneeglöckchen und Krokusse konnten die Schüler*innen auch ohne vorhandene Exemplare aufzählen, Osterglocken gehörten ebenfalls noch zu den bekannten Sorten. Danach jedoch bewegte sich die Gruppe in unbekanntem Terrain.
Herr Kelt zeigte hierhin und dorthin, erklärte, baute Eselsbrücken zu Namen und hielt spannende Geschichten zu einzelnen Pflanzen bereit. Auf dem Weg zum Standort des Schulbiologischen Zentrums gab es neben den bekannten Pflanzen auch Schlüsselblumen, Märzenbecher, Scharbockskraut und Hasenglöckchen zu bestimmen und – als große Ausnahme – zu pflücken.
Im Klassenzimmer gab es zu allen Frühblühern Fotos und Namensschilder. Diese sollten nun mithilfe des bereits erworbenen Wissens den gepflückten oder bereits vorhandenen Pflanzen zugeordnet werden. Außerdem galt es, die Pflanzen in die Kategorien Zwiebel, Knolle oder Erdspross einzuordnen. Vorab hatte die Klasse gelernt, dass die meisten Frühblüher unter Bäumen wachsen und daher die unbelaubte Phase im zeitigen Frühling nutzen, um ausreichend Sonne aufnehmen zu können. Ihre unterirdischen Speicherorgane helfen ihnen, in dieser kurzen Zeit außergewöhnlich schnell zu wachsen und genügend Energie zu sammeln, um den Prozess im Folgejahr erneut anzustoßen. Frühblüher sind zudem wichtige erste Nahrungsquellen für Insekten.
Danach gestalteten die Kinder ihr eigenes kleines Frühblüher-Büchlein: Name, Speicherorgan und Blütenfarbe wurden eingetragen und kreativ ausgemalt. Wer schneller fertig war, konnte sich an verschiedenen Rätseln zum Thema versuchen.
Zum Abschluss stand noch eine Rallye im Park an. In kleinen Gruppen machten sich die Kinder mit Klemmbrett und Liste auf die Suche nach nummerierten Schildern. Gefragt waren Teamarbeit und genaues Hinschauen: Zahl, Pflanzenname und Blütenfarbe mussten korrekt notiert werden. Als Extra-Aufgabe galt es herauszufinden, welche Pflanze inzwischen schon verblüht war. Herr Kelt lobte am Ende besonders die gute Zusammenarbeit und die vielen richtigen Ergebnisse.
Sollten Sie, liebe Eltern, einmal durch nicht abzusehende, unglückliche Umstände in die missliche Lage geraten, sich mit der alten Seefahrerkrankheit Skorbut konfrontiert zu sehen, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Kinder – sie werden das passende Kraut finden und Ihnen den Verlust Ihrer Zähne ersparen.






















